Zum vierten Jahrestag des russischen Angriffskriegs in der Ukraine fanden in Bremen am 24. Februar 2026, zahlreiche Veranstaltungen statt. Der deutsch-ukrainische Kulturverein Unity Center UA e.V. rief zu einer Demonstration unter dem Namen "Gemeinsam mit der Ukraine – Für eure und unsere Freiheit" auf. Der Demonstrationszug mit ungefähr 250 Teilnehmer:innen startete um 17 Uhr am Leibnizplatz und bewegte sich dann Richtung Marktplatz.
Dort startete um 18 Uhr eine Kundgebung "der Solidarität mit der kämpfenden Ukraine" in Anwesenheit von ca. 400 Menschen. Eröffnet wurde die Kundgebung durch Yuliia Tsomyk vom Unity Center UA und Solomiya Przybyla, Vorständin von Herz für die Ukraine. Weitere Redner:innen waren Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg Iryna Tybinka, Prof. Dr. Susanne Schattenberg von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen sowie Antje Grotheer, Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft. Die Kundgebung endete mit dem Singen der Ukrainischen Nationalhymne.
Die Bremische Evangelische Kirche lud im Anschluss zu einer zweisprachigen ökumenischen Friedensandacht im St. Petri Dom ein. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Die szenisch-musikalische Lesung "Zerrissene Gegenwart – Stimmen aus einem Land im Überlebenskampf" bildete den Mittelpunkt des Abends. Gelesen wurde aus Texten ukrainischer Autor:innen und Dichter:innen. In ihren Schriften reflektieren sie den russischen Angriffskrieg aus persönlicher Perspektive. Inszeniert wurde die Lesung von einem Ensemble aus deutschsprachigen Sprecher:innen und ukrainischen Musiker:innen, die infolge des Krieges in Deutschland leben.