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Die schönsten Räume des historischen Gebäudes

Auch vor den traditionsreichen Räumen des Rathauses hat die Neuzeit
natürlich keinen Halt gemacht. Auf modernen Kommunikationswegen wie
Intranet, Internet und natürlich via E-Mail werden die Daten und Informationen zeitnah und effizient weiter gegeben.

Der Senatssaal

Ein Bild vom Senatssaal

Immer wieder dienstags versammeln sich hier die beiden Bürgermeister, die Senatorinnen und Senatoren und ihre Staatsrätinnen und Staatsräte am großen ovalen Tisch. Auch der Oberbürgermeister der Seestadt Bremerhaven ist regelmäßig Teilnehmer dieser Runde. Hier berät der Senat - wie die Landesregierung, das Kabinett in anderen Bundesländern heißt - und bestimmt die Richtlinien der Politik, fasst Beschlüsse, beantwortet Anfragen aus der Bürgerschaft.

Der Raum, ausgelegt mit einem riesigen Teppich, wirkt behaglich. Die Wände sind mit rot-bräunlich gemusterter Seide bespannt, schwere Kristallleuchter hängen von der Decke.
(Übrigens: Entdecken Sie das kleine Spendenschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf dem Tisch? Wenn sich ein/eine Bremer Senator/Senatorin während einer Sitzung ein wenig im Ton vergreift, wird "zur Strafe" eine Spende fällig.)

Die Obere Rathaushalle

Ein Bild von der Oberen Rathaushalle
Die Obere Rathaushalle

Sie heißt schlicht: Die Obere Halle. Der profane Name verbirgt zunächst, dass es sich hier um Bremens schönsten, repräsentativsten Festsaal handelt.

Jahrhunderte lang tagte hier der Rat der Stadt. Hier wurden Entscheidungen zum Wohle der Stadt getroffen, Verträge geschlossen, Recht gesprochen und Abgesandte anderer Länder empfangen.

Heute wird der 41 Meter lange, 15 Meter breite und acht Meter hohe Saal für festliche Veranstaltungen, Empfänge und Konzerte genutzt. Hierher lädt der Bürgermeister die Bremerinnen und Bremer gern zu Begegnungen und aktuellen Diskussionen ein.

Der heimliche Star: Die Güldenkammer

Ein Bild von der Güldenkammer
Die Güldenkammer

Sie ist ein Kleinod, ein Juwel, um das Bremen vielfach beneidet wird:
Die Güldenkammer ist eines der ganz wenigen noch erhaltenen Zimmer im reinen Jugendstil.

Wer sie betritt, spürt eine fast heitere Festlichkeit. Der Raum wirkt ebenso glanzvoll wie behaglich. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die bereits 1595 entstandene Kammer von Heinrich Vogeler (1872-1942) umgestaltet.
Er schuf ein Gesamtkunstwerk von einzigartiger ornamentaler Kraft. Überall
finden sich die verschlungenen Zierformen des Jugendstils. Alle Details, vom
Türgriff bis zum Leuchter, sind zu einer harmonischen Einheit verwoben.
Die Wände schmückt eine vergoldete Ledertapete, die bis unter die Decke
reicht.

Der Festsaal

Ein Bild vom Festsaal
Der Festsaal

Der Festsaal ist der größte Raum des neuen Rathauses, eines von 1909 bis 1913 entstandenen Neubaus des Münchner Architekten Gabriel von Seidl, der sich harmonsich an das historische Rathaus anschmiegt.

Imposant wirkt der Jugendstilleuchter unter der Decke. Ein weiterer besonderer Blickfang im Saal ist ein großes Bremen-Panorama an der Südseite.

Der Kaminsaal

Ein Bild vom Kaminsaal
Der Kaminsaal

Auch der Kaminsaal liegt im neuen Rathaus.
Die dunkelrote Seidentapete, die weiße Stuckdecke und die prächtigen Kristallleuchter sorgen für eine festliche, gediegene Atmosphäre.
Wirkungsvoll heben sich die alten Ölbilder von der farbigen Wandfläche ab.

Das Gobelinzimmer

Ein Bild vom Gobelinzimmer
Das Gobelinzimmer

Intim und vornehm, wie ein kleines Kabinett wirkt das Gobelinzimmer, das an den Kaminsaal angrenzt. Der Raum ist mit amerikanischem Weißholz hell und freundlich getäfelt - ein kleines, behagliches Besprechungs- und Beratungszimmer.
Übrigens: Wer mag, kann in diesem zauberhaften Ambiente den "Bund fürs Leben" schließen. Mehr Informationen hierzu finden Sie im Kapitel Service.

Die Wandelhalle

Ein Bild von der Wandelhalle
Die Wandelhalle

Groß, hell und mit schwarz-weißem Marmor belegt. So zeigt sich dem Besucher die Wandelhalle, wenn er über die Haupttreppe die erste Etage erreicht hat. Von hier aus gelangt man in den Senatssaal und zu den Büroräumen des Bürgermeisters.
Hier kommt auch jeder vorbei, der eine Einladung ins Rathaus erhalten hat.

Hinweise auf die ereignisreiche Geschichte Bremens geben die Büsten von
Friedrich Ebert (1871-1925), dem ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik, der von 1900 bis 1905 der Bremer Bürgeschaft angehörte, aber auch eine Marmorstatue von Bürgermeister Johann Smidt (1773-1857) sowie ein großes Portrait von Wilhelm Kaisen (1887-1979), dem ersten Bremer Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Bibliothekszimmer (Die Rudolf-Alexander-Schröder Bibliothek)

Ein Bild von der Bibliothek
Die Bibliothek

Das kleine Bibliothekszimmer in der 2. Etage ist ein fast verborgener Schatz im schönen Bremer Rathaus, denn Führungen beschränken sich zumeist auf die erste Etage. Rudolf Alexander Schröder würde seine reine Freude an diesem Zimmer haben. Der Raum ist mit Möbeln ausgestattet, die der in Bremen geborene Architekt, Dichter und Designer einst für ein Bibliothekszimmer entwarf. Es sind schöne Vitrinen aus feinstem Kuba-Mahagoni, Regale und Schränke mit Schaukästen, die in den Jahren 1908 und 1909 von den Vereinigten Werkstätten für Kunst und Handwerk in Bremen für einen Privatmann gefertigt wurden.

Ursprünglich sind die Bibliotheksmöbel für den wohlhabenden Bremer Leopold Biermann, (1875-1922) entworfen worden. Der Kunstsammler war ein großer Mäzen der Stadt. 1909 bekam Rudolf Alexander Schröder den Auftrag, Biermanns Villa in der Blumenthalstraße auszustatten. Ein knappes halbes Jahrhundert später wurde die Villa von Dr. Gerhart Kempe (gest. 2003) erworben und umgebaut, die Bibliotheksmöbel ließ er ausbauen und in seinem Wohnhaus in Bremen-Nord wieder einbauen. Und als die Möbel dann später verkauft werden sollten, griff das Rathaus zu. 2001 wurden sie aus Eigenmitteln zu einem Vorzugspreis gekauft. Schließlich trug auch die Stiftung Wohnliche Stadt mit ihren Mitteln dazu bei, dass die Möbel aufgearbeitet und in den durch Umbauarbeiten entstandenen Raum in der zweiten Etage eingebaut werden konnten.

So bleibt Leopold Biermann unvergessen. In einer Nische steht nun auch - als Leihgabe der Kunsthalle - eine Büste von ihm, einst geschaffen von Bernhard Hoetger.

Kabinett zu Ehren Kaiser Wilhelm II

Ein Bild von dem Kabinett
Das Kabinett

Der kleine, runde Raum, der an den Festsaal grenzt, wurde zu Ehren Kaiser Wilhelm II (1859 – 1941) gebaut, der sich oft auf seinen Reisen durch Norddeutschland in Bremen aufhielt. Das gesamte Kabinett ist in feinstem istrischen Marmor ausgekleidet. Gegenüber des Eingangsportals befindet sich ein Altar, über dem ein ebenfalls aus Marmor geschlagenes Profil des Kaisers in die Wand eingearbeitet ist.

An Wände unterhalb der Decke sind symbolisch die acht Kardinaltugenden dargestellt. Den gemalten Figuren sind die lateinischen Namen der Tugenden zugeordnet. Es sind die Sanftmut (Lenitas – Frau mit Lamm), die Gerechtigkeit (Justitia – Frau mit Schwert und Waage), die Bescheidenheit (Temperantia – Frau mit Wasser und Wein), der Fleiß (Diligentia – Frau mit Spindel) und die Darstellung der Fürsorge (Caritas – Frau mit Baby), die Frömmigkeit (Pietas – Frau in betender Haltung) und die weise Voraussicht oder Klugheit (Prudentia – Frau mit Spiegel und Schlange). Das einzige Bild, welches einen Mann zeigt, symbolisiert die Stärke (Fortitudo).

Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten des Rathauses für eine Führung durch die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) erhalten Sie hier.