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Neujahrsempfang 2005

Neujahrsempfang mit Live-Schaltung in die Antarktis „Bibliothek im Eis“ als Kunstprojekt offiziell eröffnet

Die Live-Schaltung ins ewige Eis klappte perfekt: Beim heutigen Neujahrsempfang des Bremer Senats im Rathaus wurden die rund 600 anwesenden Gäste Zeugen der spektakulären Einweihung einer wohl einmaligen „Bibliothek im Eis“. Zu finden ab sofort im nördlichen Weddelmeer, ganz in der Nähe der Deutschen Forschungsstation „Neumayer“des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI). Die Bibliothek ist ein besonderes Kunstprojekt im Rahmen der Bewerbung Bremens zur Kulturhauptstadt 2010. Für das AWI war die Einweihung das erste feierliche Ereignis zum 25. Geburtstag.

Mit kräftigem Applaus begleitete das konsularische Korps der in Bremen und Hamburg akkreditierten Diplomatinnen und Diplomaten sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und anderen gesellschaftlichen Bereichen die Zeremonie. Zuvor hatten Bürgermeister Dr. Henning Scherf und der Doyen des Konsularkorps im Lande Bremen, Honorarkonsul Prof. Dr. h.c. Bernd-Artin Wessels die Gäste im Rathaus begrüßt.

Der Künsterlische Leiter von “Bremen2010“ Martin Heller eröffnet im Bremer Rathaus per Live-Schaltung in die Antartis die “Die Bibliothek im Eis“., jpg, 21.4 KB
Der Künsterlische Leiter von “Bremen2010“ Martin Heller eröffnet im Bremer Rathaus per Live-Schaltung in die Antartis die “Die Bibliothek im Eis“.

Der grüne, beheizte 20-Fuss-Container, ausgestattet immerhin mit einem Fenster und einem bequemen Sofa, beherbergt 1000 Bücher, gestiftet und mit Widmungen versehen von Künstlern und Wissenschaftlern aller Disziplinen. Eine benutzbare Bibliothek für die Mitarbeiter der Neumayer-Station in der Antarktis - und zugleich ein außergewöhnliches Kunstwerk. Erdacht hat es der Künstler Lutz Fritsch als Gegenpol zur Forschungsstation - ein Rückzugsort, ein Raum der Ruhe und Besinnlichkeit. „Ist es Luxus, sich in der Unwirklichkeit der Eiswüste den Genuss von Literatur zu gönnen? Oder ist es nicht viel mehr die Kultur, die den Unterschied ausmacht zwischen bloßem Überleben und wirklichem Leben?" so Martin Heller, künstlerischer Leiter der Bremer Bewerbung, der die Eröffnung der Bibliothek per Telefonschaltung vom Bremer Rathaus in die Antarktis moderierte und bekannte: „Dieses Projekt fasziniert mich ungemein“.

Bürgermeister Dr. Henning Scherf begrüßt die Gäste des Neujahrsempfangs in der Oberen Rathaushalle., jpg, 28.0 KB
Bürgermeister Dr. Henning Scherf begrüßt die Gäste des Neujahrsempfangs in der Oberen Rathaushalle.

Bürgermeister Dr. Henning Scherf hatte in seiner Ansprache auf die Auszeichnung Bremens als „Stadt der Wissenschaft 2005 “ aufmerksam gemacht. „Das ist eine ganz ehrgeizige Herausforderung für uns“, sagte er. „Wir wollen die Auszeichnung nutzen, die Stadt neu aufzustellen. Drücken Sie uns die Daumen!“ rief er den Gästen zu und bat um Unterstützung auch bei Bremens Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010.

Der Doyen des Konsularkorps Bremen, Honorarkonsul Prof. Dr. h.c. Bernd-Artin Wessels (Bildmitte) in Begleitung von (v. li.) Duane C. Butcher (Generalkonsul USA in Hamburg) Jens Bruns (Honorarkonsul der Republik Angola), Dominique Wehrmann (Honorarkonsulin, Frankreich), Cheryl Ann Weise (Leiterin U.S. Consular Agency Bremen), Adolf Klement (Generalkonsul der Republik Österreich) und Deepak Ray (Generalkonsul der Republik Indien in Hamburg)., jpg, 26.2 KB
Der Doyen des Konsularkorps Bremen, Honorarkonsul Prof. Dr. h.c. Bernd-Artin Wessels (Bildmitte) in Begleitung von (v. li.) Duane C. Butcher (Generalkonsul USA in Hamburg) Jens Bruns (Honorarkonsul der Republik Angola), Dominique Wehrmann (Honorarkonsulin, Frankreich), Cheryl Ann Weise (Leiterin U.S. Consular Agency Bremen), Adolf Klement (Generalkonsul der Republik Österreich) und Deepak Ray (Generalkonsul der Republik Indien in Hamburg).

Bernd-Artin Wessels, der Doyen der Konsularkorps im Lande Bremen, lobte u.a. in seiner Begrüßungsrede das „hervorragend funktionierende“ Netzwek der Diplomatinnen und Diplomaten im Lande Bremen. „Dieses Netzwerk müssen wir weiterhin mit Leben füllen“ sagte der Honorarkonsul für Ecuador.

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Fotos: Stefanie Ahlers, Senatspressestelle