Ab dem Jahr 2025 wurde durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Förderung einer Stelle zur Koordination der kommunalen Entwicklungspolitik (KEpol) bis Mitte 2027 bewilligt. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, das Bewusstsein der Mitarbeitenden, die an internationalen Projekten in den beteiligten Städten mitwirken, für die klimatischen Auswirkungen der kommunalen Zusammenarbeit signifikant zu stärken.
Ein weiterer zentraler Aspekt des Projekts besteht darin, den Kenntnisstand der kommunalen Mitarbeitenden in den Partnerstädten Durban, Windhoek und Bremen hinsichtlich der klimabezogenen Aktivitäten zu erweitern. Durch die gezielte Informationsvermittlung und den Austausch von Erfahrungen soll ein vertieftes Verständnis für die Herausforderungen und Möglichkeiten im Bereich Klimaschutz geschaffen werden. In diesem Kontext wird zudem die Konzeption und Anbahnung eines gemeinsamen CO2-Kompensationsprojekts angestrebt, das als praktisches Instrument zur Reduktion der Treibhausgasemissionen dienen soll und die Zusammenarbeit der Partnerkommunen auf eine konkrete, wirkungsorientierte Ebene hebt.
Neben dem Schwerpunkt Klima wird im Rahmen des Projekts auch die Integration eines Produkts, das nach sozialen und ökologischen Kriterien hergestellt wurde, in das Stadtmarketing der Städte Bremen und Bremerhaven angestrebt. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, nachhaltige Produkte als festen Bestandteil der kommunalen Identität und Öffentlichkeitsarbeit zu etablieren und somit die Bedeutung nachhaltiger Beschaffung in der kommunalen Praxis zu verankern. Die Mitarbeitenden im Bereich Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit in Bremen und Bremerhaven sollen im Zuge dessen für die Grundsätze der nachhaltigen Beschaffung sensibilisiert werden, um eine bewusste und verantwortungsvolle Auswahl von Produkten und Dienstleistungen zu fördern, die ökologische und soziale Standards erfüllen.
Insgesamt trägt das Projekt somit dazu bei, die kommunale Entwicklungspolitik im Bereich Klimaschutz und nachhaltiger Beschaffung auszubauen und die internationale Zusammenarbeit der Partnerstädte auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Basis zu stellen. Durch die Förderung der Koordinationsstelle wird eine strukturierte und zielgerichtete Umsetzung der Maßnahmen gewährleistet, die sowohl die kommunalen Mitarbeitenden als auch die beteiligten Städte in ihrer Rolle als Akteure nachhaltiger Entwicklung stärkt.