Sie sind hier:

Preiswürdiges Engagement

Bremer Solidaritätspreis für Demokratie und Menschenrechte

Das Bild zeigt die an die Preisträger überreichte Skulptur des Bildhauers Bernd Altenstein. | © BBEE
Bremer Solidaritätspreis: eine Skulptur des Bildhauers Bernd Altenstein | © BBEE

Der Bremer Solidaritätspreis wird seit dem Jahr 1988 alle zwei Jahre vom Senat der Freien Hansestadt Bremen verliehen.

Er besteht aus einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und einer Skulptur des Bremer Künstlers Bernd Altenstein, die das Motiv der "Bremer Stadtmusikanten" als Symbol für die Stärke solidarischen Handelns aufgreift.

Preis als Ermutigung

Der Preis soll eine Ermutigung für Einzelpersonen und Gruppen sein, die sich in besonderer Weise für die Überwindung von Ungerechtigkeit im Nord-Süd-Verhältnis und die Folgen von Kolonialismus und Rassismus sowie für Demokratie und Menschenrechte einsetzen.

Erste Preisträger waren der südafrikanische Freiheitskämpfer Nelson Mandela und seine Frau Winnie Mandela.

Bei der Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger wird der Bremer Senat von einem unabhängigen Kuratorium (pdf, 205.2 KB) unterstützt, in dem Mitglieder unterschiedlicher Einrichtungen vertreten sind, die Bezug zu entwicklungspolitischer Arbeit haben, oder sich als Personen des öffentlichen Lebens hierfür einsetzen.

17. Bremer Solidaritätspreis

Der 17. Bremer Solidaritätspreis wurde im Jahr 2020 zum Thema „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ ausgeschrieben.

Das Recht für Frauen und Mädchen auf ein Leben frei von Gewalt ist ein elementar wichtiges Menschenrecht. Die Realität sieht allerdings anders aus. Gewalt an Frauen und Mädchen ist ein weltweites Problem. Es besteht über geographische und kulturelle Grenzen hinaus und betrifft uns genauso hier in Bremen, in Europa wie auch in Ländern des globalen Südens.

Gesucht wurden daher zivilgesellschaftliche Initiativen, Dachverbände oder einzelne Personen aus Ländern des globalen Südens, die sich in ihrem lokalen oder nationalen Umfeld gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen einsetzen.

In seiner Sitzung am 16. Februar 2021 hat der Senat der Freien Hansestadt Bremen entschieden, den 17. Bremer Solidaritätspreis an Frau Rukmini Vaderapura Puttaswamy aus Indien zu vergeben, eine engagierte Aktivistin gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Frauenrechtlerin, Präsidentin und Mitbegründerin der frauengeführten Gewerkschaft Garment Labour Union (GLU) sowie der Fraueninitiative „Vorwärts marschieren“ (Munnade). Der Preis wird Frau Vaderapura Puttaswamy sowohl für ihr persönliches Engagement als auch stellvertretend für die Garment Labour Union verliehen.
Auf Grund der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie wird die Preisverleihung im Bremer Rathaus erst im Herbst 2021 stattfinden.

Pressemitteilung des Senats vom 19.02.2021 - 17. Bremer Solidaritätspreis