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"Eine lebendige Städtepartnerschaft mit Langzeitwirkung" - Bürgermeisterin Karoline Linnert eröffnet Bremen-Tage in Danzig

"40 Jahre lebendige Städtepartnerschaft sind eine gute Gelegenheit gemeinsam zu feiern", erklärte Bürgermeisterin Karoline Linnert anlässlich der gemeinsamen Eröffnung der Bremen-Tage in Danzig am Wochenende mit Stadtpräsident Pawel Adamowicz. Sie fügte hinzu: "Ich wünsche uns allen, dass diese Partnerschaft weiter so aktiv und vielseitig bestehen wird." Dabei erinnerte sie daran, dass die Städtepartnerschaft Bremen-Danzig die erste Partnerschaft zwischen einer westdeutschen und einer polnischen Stadt war. Kultur, Sport, Wissenschaft und Bürgerbegegnungen waren und sind die Schwerpunkte in der 40-jährigen Geschichte. Am Anfang prägten soziale und kirchliche Kooperationen die Partnerschaft, mittlerweile liegt ein Schwerpunkt auf den Wissenschaftsbeziehungen zwischen den Hochschulen und Universitäten. Und auch in den Bereichen Raumfahrt, Logistik und Windenergie gibt es viele gemeinsame Projekte.

Neu zu der Städtepartnerschaft hinzugekommen ist das Thema Inklusion. Die polnischen Partner sind sehr interessiert an den Bremer Erfahrungen und Projekten. Als positives Beispiel stellte sich das Bremer Blaumeier-Atelier, ein Projekt in dem Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, mit den "Süßen Frauen" vor. Sie verwickelten die Danziger mit ihren spontanen Aktionen auf charmante Weise in Gespräche. Ihr Walking Act "Putzaktion" wurde von den Besucherinnen und Besuchern der Bremen-Tage als sehr sympathisch aufgenommen. Auch der Martinshof informierte bei den Bremen-Tagen über seine Arbeit als Werkstatt für Menschen mit Behinderung, denen eine individuelle berufliche Bildung und Beschäftigung geboten wird.

Einen Einblick in das Thema Wissenschaft und Forschung lieferte der Bremer Wissenswelten-Bus, der zum Experimentieren und Staunen einlud.

Bürgermeisterin Karoline Linnert nutzte den Danzig-Besuch zu zahlreichen Gesprächen – unter anderem mit dem Vorstand und den Mitgliedern der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Ein Besuch der eindrucksvollen und bewegenden Ausstellung des Bremer Fotokünstlers Olaf Schlote im KZ Stutthof stand ebenfalls auf dem Programm. Eine weitere Station war die Besichtigung des Seniorenhauses der Caritas. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Bremer AWO gegründet. "Ein positives Beispiel für ein Projekt der Zusammenarbeit der ersten Jahre mit Langzweitwirkung", so Bürgermeisterin Linnert.