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Die Welt fair-bessern

Das Bild zeigt Teilnehmende einer Fair trade-Aktion vor dem Klimahaus Bremerhaven. | © TransFair e.V. | Christian Kluge
Bremen und Bremerhaven sind Faire trade-Städte: Aktion in Bremerhaven © TransFair e.V. |Christian Kluge

Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir nicht auf Kosten anderer Menschen weltweit oder der künftigen Generationen leben. Gerechte Handelsbeziehungen spielen dabei eine wichtige Rolle, um globale Nachhaltigkeit zu erreichen. Sie verbessern die Lage der Produzentinnen und Produzenten im Globalen Süden und sorgen damit für mehr Gerechtigkeit.

Um den Fairen Handel weltweit zu stärken, setzt Bremen sich für mehr Transparenz und die Einhaltung von sozialen und ökologischen Kriterien entlang der Produktions- und Lieferkette ein.

Die öffentliche Hand geht dabei mit gutem Beispiel voran, indem wir die öffentliche Beschaffung soweit wie möglich auf Produkte des fairen Handels umstellen und bei allen Beschaffungsvorgängen soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen. Dies ist besonders bei "sensiblen Produkten" wichtig, von denen bekannt ist, dass sie häufig unter schlechten Bedingungen hergestellt werden.
Bremen hat Anfang 2019 im Rahmen der die Liste der sensiblen Produkte erweitert, sie umfasst nun:

  1. Textilwaren
  2. Agrarerzeugnisse aus dem Globalen Süden (z.B. Tee, Kaffee, Kakao und weitere)
  3. Schnittblumen aus dem Globalen Süden
  4. Spielwaren und Sportbälle
  5. Holzwaren
  6. Produkte der Informations- und Kommunikationstechnik
  7. Lederwaren und Gerbprodukte

Wir leisten außerdem gemeinsam mit den im Land ansässigen zivilgesellschaftlichen Organisationen umfangreiche Bildungsarbeit für den Fairen Handel und stärken die Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und öffentlicher Hand in Bremen und Bremerhaven.

Hauptstadt des Fairen Handels

Die Auszeichnung Bremens als "Hauptstadt des Fairen Handels" im Jahr 2011 sowie die Zertifizierung Bremens und Bremerhavens als Fairtrade-Towns sind eine motivierende Anerkennung des bisherigen Engagements.

Bremen war federführend an der Initiative auf europäischer Ebene beteiligt, einen Wettbewerb zur Hauptstadt des Fairen Handels einzuführen. Dieser Vorschlag wurde von der Europäischen Kommission aufgegriffen und in der neuen EU-Handelsstrategie verankert ("EU Cities for Fair and Ethical Trade Award"). Mit diesem neuen Preis werden die Leistungen und positiven Auswirkungen europäischer Städte auf die soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit im internationalen Handel gewürdigt.

Fördermöglichkeiten im Bereich Fairer Handel
Organisationen mit Sitz im Land Bremen und solche, die Aktivitäten im Land Bremen durchführen, können sich für eine finanzielle Unterstützung durch die Senatskanzlei bewerben.

Die Förderung kann für Veranstaltungen, Bildungsangebote, Werbemaßnahmen und andere Projekte im Bereich des Fairen Handels gewährt werden.

Wir möchten Sie bitten, vor der Antragstellung unbedingt direkt Kontakt mit uns aufzunehmen, um die Förderfähigkeit Ihres Projektes zu besprechen.

Unser Antragsformular finden Sie hier (pdf, 863.7 KB).

Nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal

Ein gemeinsames Film-Projekt von Bund und Ländern zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung

"Nachhaltige Beschaffung ist das neue Normal!" Unter diesem Motto veröffentlicht die Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung (KNB) im Beschaffungsamt des BMI (BeschA) gemeinsam mit vierzehn Bundesländern einen Kurzfilm zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung.

Nachhaltig zu beschaffen ist vielerorts bereits heute Realität, beispielsweise bei der Beschaffung von IT-Ausstattungen, Möbeln und Textilien. Die Initiative verdeutlicht, dass gemeinsame Wege und Überlegungen wichtig sind, um dieses Ziel langfristig im Verwaltungshandeln auf allen Ebenen zu verankern. So gilt in Bremen schon seit 2008, dass öffentlich beschaffte Produkte

  • nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen dürfen
  • unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt werden sollen
  • ökologisch verträglich produziert sein müssen.

Das Land Bremen hat diese politische Entscheidung durch Gesetze und Verordnungen gestärkt - unter anderem durch das Tariftreue- und Vergabegesetz und die Kernarbeitsnormenverordnung.

Der Film zeigt, wie an verschiedenen Stellen im Beschaffungsprozess und bei unterschiedlichen Leistungen Nachhaltigkeitsaspekte integriert werden können. Ergänzend zum Film wurden Kurzspots erstellt, die insbesondere die Themen "Verpflegung" und "Energieeffizienz" aufgreifen. Der Film und die Kurzspots wurden überwiegend vor einer LED-Wall und somit so ressourcenschonend wie möglich produziert. Auch im Ausschreibungsprozess wurden Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.